| SAMMLUNGSPRäSENTATION |
| Sa 22/10 Vernisage |
| So 23/10 bis So 24/06 |
minimal and beyond
In den 1960er Jahren veränderte sich mit dem Aufkommen der sogenannten Minimal Art der Begriff des Kunstwerks radikal. Elementare Formen, serielle Anordnungen, industrielle Materialien und Fertigungsweisen sind Kennzeichen dieser Kunstrichtung, die von den USA ausging und zu deren Hauptvertretern Carl Andre, Dan Flavin, Donald Judd, Sol LeWitt und Robert Morris gezählt werden. Jeglicher Illusionismus, jegliche Symbolik wurden getilgt: Das Werk ist das, was es ist. Trotz dieser Selbst-Referentialität wurden Skulpturen nicht als in sich abgeschlossene Gebilde aufgefasst, sondern in ihrer Beziehung zum umgebenden Raum gesehen. Seitdem haben etliche Künstler in vielfältiger Weise die Formensprache des Minimalismus aufgegriffen und diese mit zusätzlichen Bedeutungsebenen angereichert. Politische, soziale und kulturelle Fragen rücken nun, neben formalen und ästhetischen Aspekten, verstärkt ins Blickfeld und fordern eine andere, kritischere Form des Involviertseins des Betrachters heraus. Die Sammlungspräsentation minimal and beyond zeigt Skulpturen, Objekte, Bilder, Photographien, Zeichnungen und Videos von den 1960er Jahren bis heute, u. a. mit Carl Andre, Hanne Darboven, Isa Genzken, Félix González-Torres, On Kawara, Kitty Kraus, Robert Morris, Bruce Nauman, Cady Noland, Gregor Schneider und Andreas Slominski.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
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| PAUL WUNDERLICH |
| So 05/02 Vernisage |
| Mo 06/02 bis So 27/05 |
Das frühe lithographische Werk
Eine Einzelausstellung zu Paul Wunderlich hat es in einem Hamburger Museum bislang noch nie gegeben. Die Präsentation seiner Lithographien in der Hamburger Kunsthalle will diese Lücke schließen, zählte Wunderlich doch bis zu seinem Tod im Jahr 2010 zu jenen Künstlern der Stadt, die international hohes Ansehen genossen. Zweifellos war Wunderlich ein Frühberufener: Noch während seines Studiums an der Landeskunstschule in Hamburg wurde ihm die Leitung der graphischen Werkstatt übertragen, wo er als Drucker für Emil Nolde und Oskar Kokoschka arbeitete und seinen Kommilitonen Horst Janssen in die Kunst der Radierung einführte. Der Skandal um die Lithographie-Folge „qui s'explique", die wegen ihrer sexuellen Brisanz von der Hamburger Staatsanwaltschaft 1960 beschlagnahmt wurde, machte ihn schlagartig berühmt und brachte ihm einen festen Platz in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York ein. Auch ist Wunderlich zu Lebzeiten als einziger deutscher Künstler in die Pariser „Académie des Beaux-Arts" aufgenommen worden.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
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| LOUISE BOURGEOIS |
| Fr 10/02 Vernisage |
| Sa 11/02 bis So 17/06 |
Passage dangereux
Louise Bourgeois gilt als Jahrhundert-Künstlerin. Anlässlich ihres 100. Geburtstags zeigt die Hamburger Kunsthalle Skulpturen, Rauminstallationen, Radierungen, Arbeiten aus Stoff und Tapisserien der letzten 15 Lebensjahre der Künstlerin (1911-2010), die als eine der bedeutendsten und einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit gilt. Einige der ausgestellten Werke sind zum ersten Mal überhaupt öffentlich zu sehen.
Auf dem Außenplateau der Kunsthalle thront eine über 9 Meter hohe, überdimensionale Spinne aus Bronze, Stahl und Marmor: Maman (1999). Gleichermaßen beeindruckend wie furchterregend ist diese monumentale Skulptur ein zentrales Werk von Louise Bourgeois. Der Titel Maman (Mutter) macht deutlich, dass Bourgeois diese Skulptur als Hommage an ihre eigene Mutter verstanden hat, die als Restauratorin von Tapisserien tätig war. Das unermüdliche Wiederherstellen und Restaurieren von Gewebe, das auch Spinnen eigen ist, wird zugleich zu einem Symbol für das unendliche, sich wiederholende und erneuernde Leben im Allgemeinen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
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